Prof. Dr. Axel Freudenberger hatte das nagende Gefühl, dass seine Studenten der BWL weder Ahnung von Mathe noch wirkliches Interesse an der Wirtschaft haben. Und deswegen hat er ein kleines Studentenpisa durchgeführt. Die Ergebnisse erstaunen mich als Student einer Fachrichtung, die immerhin als Wirtschaftszweig geführt wird.
Wieso studiert man denn BWL?
Eine nicht-repräsentative kleine Studie, die ich in der Vergangenheit bei mir bekannten BWL-Studenten gemacht habe, zeigt Erschreckendes eigentlich nicht weiter Erstaunliches.
Das sind alles Töchter und Söhne von recht wohlhabenden Eltern, das Auto zum 18. Geburtstag ist selbstverständlich und gerne auch mal ein Cabrio, die Ferienreisen gehen um den ganzen Erdball und prinzipiell wuchs man in einem ziemlich hohen Lebensstandard auf. Und den möchte man natürlich halten oder gar heben. Was macht man also klugerweise? Man schaut sich mal um, wo das meisten Geld verdient wird. Formel 1 fällt für die meisten aus, die Golftalente sind auch nicht ausgeprägt genug und zum Schauspieler taugt man auch nichts. Die nächste Berufsgruppe, die in den Medien konstant als Großverdiener genannt wird, sind dann die Topmanager.
Selbst wenn die mal einen Karren gegen die Wand fahren und Tausende in die Arbeitslosigkeit stürzen, werden sie mit großzügigen Abfindungen in den Ruhestand geschickt.
So sieht’s aus und kommt mir jetzt nicht mit Interesse am Studienfach oder unglaublich guten Mathematikkenntnissen, das ist doch alles nur ein Nebenfaktor.
[via kiesows.de]