LostFocus

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February 25, 2008

Kleines Update: Da ich gerade ein paarmal darauf angesprochen wurde: Hier habe ich in der Hinsicht eine wunderbare Arbeitsumgebung und kann mich in keiner Weise beklagen. Dieser Artikel ist wirklich nur ein Weiterdenken von Dingen, die ich gelesen habe, und hat nichts mit meiner Arbeit hier zu tun. Ernsthaft. Ich freue mich natürlich trotzdem, daß so viele meiner Kollegen mein Weblog lesen. Danke. 🙂 Und jetzt zurück zum Artikel:

Kürzlich habe ich mich mit unserem Kellerkind Admin Jan Manuel über IT-Richtlinien in Betrieben unterhalten und habe die These vertreten, daß je mehr versucht wird, die Mitarbeiter in ihren Möglichkeiten einzuschränken, desto kreativer werden diese darin, diese Beschränkungen zu umgehen. ((Je länger meine Sätze werden, desto kreativer werde ich in meiner Grammatik.)) Und daß es mittelfristig nicht mehr der Weg sein kann, mit Sanktionen zu drohen, sondern Unternehmen stattdessen schauen müssen, wie sie ihren Mitarbeitern eine Arbeitsumgebung schaffen können, in der diese gar nicht mehr in die Versuchung bzw. Notwendigkeit kommen, einen Weg um eventuell vorhandene Richtlinien zu finden.

Ich könnte jetzt hier wieder in meine Tirade verfallen ((Hatte ich das schonmal hier im Blog? Ich bin mir nicht so sicher.)), daß es ein echtes Problem ist, daß sich Business Software bzw. Technik nicht in gleichem Maße wie die Technik im Consumerbereich weiterentwickelt, aber dafür habe ich hier in meinem Mittagspäuschen keine Zeit/Lust/Energie. Tatsache ist doch, daß gerade in letzter Zeit im Web einiges an Anwendungen entstanden ist, das grob in das Feld Office 2.0 einzuordnen ist und daß bei vorhandenem Internetzugang oftmals leichter und schneller zu erreichen bzw. zu bedienen ist, als so manch ein Intranet oder ein anderes internes Tool. Eine GMail-Oberfläche ist einfach inzwischen zeitgemäßer und angenehmer zu bedienen als ein Outlook oder gar ein Lotus Notes. Es geht oftmals schneller, sich bei Zoho oder Writeboard einen Account zusammenzuklicken, als sich über offizielle Wege ein Office-Paket mit Sharing über Sharepoint oder eine ähnliche Plattform einrichten zu lassen. Und wenn man sich erstmal Google Apps Team Edition anschaut und sich überlegt, welche Implikationen das auf die Corporate IT haben kann, dann sieht man, wohin die Reise hingeht.

Und jetzt ist es Aufgabe der CIOs und IT-Abteilungen dieser Welt, sich zu überlegen, wie man damit umgeht. Ich kenne auch kein Patentrezept, außer: Bietet etwas an, was den Leuten noch weniger beim Erledigen ihrer eigentlichen Arbeit im Weg steht. Denn für alles andere finden findige ((Ich weiß…)) Mitarbeiter im Notfalls eine Lösung, die nicht mehr in Eurer Einflusssphäre liegt.