LostFocus

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May 19, 2008

Auch wenn Nico der Meinung ist, er wüßte schon ziemlich genau, was ich hier schreiben würde – voilá, zwei Tage Hamburg.

Die Facebook Developer Garage war ein bißchen speziell – die Anzahl der Developer und der Developerthemen war etwas dünn. Aus den Vorträgen, habe ich letztendlich erfahren:

  • Mit Facebook-Apps läßt sich kein Geld verdienen.
  • Facebook-Apps können dazu verhelfen, die Marke zu stärken.
  • Es ist aber einfacher, schon verhandene User der eigenen Plattform dazu zu bringen, ihren Account mit dem Facebook-Account zu verknüpfen, als User von Facebook in die eigene Applikation zu holen.
  • Die Facebook-API ist relativ gut zu nutzen, aber nur mittelprächtig dokumentiert und man weiß nie, wann Facebook was wie an der API ändert.

Ich denke, daß das vier Punkte sind, mit denen man halbwegs etwas anfangen kann – letztendlich ist eine Facebook-Applikation im Besten Fall also ein Angebot an die eigenen User, die damit über Facebook eine zusätzliche Schnittstelle für den Webdienst bekommen.

Spannend waren auch Salim Ismails Ausführungen zur Zukunft des Webs – die Evolution HTML-Webseite zu RSS zum Real-Time-System, wie es in erster Linie jetzt von Twitter gezeigt wird, durchaus aber auch andere Dienste (XMPP anyone?) umfassen kann, war sein roter Faden.

Die next08 am nächsten Tag war gleich deutlich bombastischer – über 1000 Leute, sehr kleine Croissants, viele Schlipsträger, die zu cool für Schlipse sind und einige wirklich gute Sessions.

Lebensmittelkrise

Die Rubel/Boyd-Show war ganz interessant, die Elevator-Pitches waren super und auch die P2-Sessions kurz vor Ende waren interessant. Was Lukasz Gadowski und Paul Jozefak zur deutschen Start-Up-Szene zu erzählen hatten, war ganz interessant. Nicht immer ganz meine Meinung, aber auf jeden Fall interessant.
Und die Erfahrungsberichte zur Internationalisierung von Qype, die Stefan Uhrenbacher zu erzählen hatte und die Schlüsse, die er daraus zog, haben mich in meiner Meinung bestärkt, daß gerade hier in Europa eigentlich jedes Projekt von Anfang an darauf ausgelegt sein sollte, multilingual zu sein. Und wer mich in meiner Meinung bestärkt, kann ja so schlecht nicht sein…

Neben den Panels waren auch die Gespräche zwischen den Räumen ganz interessant – und obwohl ich ja eigentlich kein so wilder Sozializer bin, habe ich mich doch mit vielen interessanten Menschen über ihre (mal mehr, mal weniger) spannende Projekte und das Web an sich unterhalten können und habe fleißig meine MOO-Cards verteilt.

Generell denke könnte ich mir gut vorstellen, nächstes Jahr zur Next09 zu gehen, so man mich läßt – trotz meiner unflätigen Tweets auf der Twitterwall.

Und achja: es war wirklich zu laut an der “Party” am Schluß.

Pings